[Lese-Rückblick] September 2012

Leider habe ich gestern den Rückblick nicht mehr geschafft, deshalb wird er heute nachgereicht.

Rückblick:

Das war geplant. 

Und das habe ich wirklich gelesen:

Zu Ende gelesen:

  1. Der Himmel über der Heide von Sofie Cramer (351 von 392 Seiten)

Gelesen:

  1. Spätzleblues von Elisabeth Kabatek (330 Seiten)
  2. Ausgelacht von Steffi von Wolff (217 Seiten)
  3. Secret Daughter von Shilpi Somaya Gowda (379 Seiten)

Insgesamt: 1.277 Seiten (∅ 43 Seiten/ Tag)

Was war denn euer Buch des Monats? Meines war Secret Daughter.

[Rezension] Ausgelacht von Steffi von Wolff

. rororo
. August 2012
. 217 Seiten
. 12,99 Euro

Britt soll für drei Monate auf das Haus und den Hund ihrer Tante aufpassen, die eine Weltreise gewonnen hat. Passt gut, finden Britts reiche Eltern, denn in der Erziehung haben sie so ziemlich alles falsch gemacht und das Töchterchen muss sich die Zeit zwischen Abitur und Studium ja auch irgendwie vertreiben. Dabei würde Britt gerne in München bleiben und nichts tun. Als Britt dann in Bad Nauheim ankommt, stellt sie sehr schnell fest, dass eigentlich alles noch viel schlimmer ist, als sie es vermutet hat, denn Tante Dora hat neben einem Hund auch noch Opossums, Schlangen, Schildkröten und Emil, ein Zwergflusspferd noch weitere Tiere und auch Britts hochnäsige Art kommt bei den Bad Nauheimern gar nicht gut an…

Steffi von Wolff greift in ihrem zehnten Roman ein gängiges Thema auf, denn das verschiedene Einstellungen und Kulturen auch innerhalb Deutschlands aufeinander treffen können, wurde schon in anderen Romanen umschrieben. „Ausgelacht“ ist trotzdem ein erfrischender Lesestoff der dem Leser ziemlich viele Lachfalten verspricht. Nicht umsonst heißt der Roman so, wie er heißt, und auch das Cover ist dem Inhalt entsprechend ziemlich fröhlich gestaltet worden.

Die Ereignisse, die Britt in Bad Nauheim erlebt, überschlagen sich in der Handlung. Es gibt keine Atempausen und die Personen sind gut beschrieben – so liest sich der Roman leicht und flüssig. Einige Inhalte finde ich etwas übertrieben, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Leser, die von diesem Roman begeistert sein wollen, sollten auf jeden Fall Gefallen an der (leichten) Übertreibung von humorvollen Handlungen haben.

Das Ende ist in meinem Empfinden leider nicht ganz nachvollziehbar. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn dann bräuchte sich ja keiner mehr den Roman lesen. Sagen wir mal so: So schlimm, wie alle Figuren Britt plötzlich finden, so schlimm habe ich ihren Charakter gar nicht gefunden, denn auch die Dorfbewohner haben es ja Faust dick hinter den Ohren.

Drei von fünf Sternen für eine sehr lustige, aber zum Schluss (für mich) nicht mehr ganz nachvollziehbare Handlung.

Neuzugänge #4

Und wieder drei neue Bücher…

Alle meine Wünsche – von Grégoire Delacourt

 

„Jocelyne, 47, führt einen Kurzwarenladen im nordfranzösischen Arras. Die Kinder sind aus dem Haus und Jocelynes ganze Leidenschaft gilt ihrem Internet-Blog übers Sticken, Nähen und Stricken. Sie liebt ihr kleines Leben, liebt sogar ihren ungehobelten Mann – bis durch einen riesigen Lottogewinn alles aus den Fugen gerät.“
(Quelle Text)

Alleine das Cover ist schon wunderschön, ich freue mich richtig aufs Lesen. Herzlichen Dank an den Hoffmann und Campe Verlag und Lovelybooks. Die Leserunde findet ihr hier.

Ausgelacht – von Streffi von Wolff

„Britt soll 90 Tage lang auf einen Haufen bekloppter Tiere aufpassen, und das ausgerechnet in Bad Nauheim – kein Spaß, wenn man bekennende Tier-feindin und Provinzhasserin ist. Der Albtraum beginnt: mit verrückten Nachbarn, einem cholerischen Tierarzt und dem wohnsitzlosen Callboy Harald, der sich kurzerhand als Untermieter einschleicht. Wild und witzig! Schräg und skurril – es lebe die Provinz!“
(Quelle Text)

Mein Dank für dieses Exemplar geht an Steffi von Wolff und den Rowohlt Verlag. Das Buch habe ich dank der Leserunde bei Lovelybooks bekommen, zur Leserunde geht es hier.

Secret Daughter- von Shilpi Somaya Gowda

„Somers Leben ist genauso, wie sie es sich immer vorgestellt hat. Frisch verheiratet, mit einem neuen Job als Ärztin in San Francisco. Doch dann stellt sie fest, dass sie keine Kinder bekommen kann. Zur gleichen Zeit wird in einem abgelegenen indischen Dorf ein Mädchen geboren. Kavita, die Mutter, erkennt, dass sie das Leben ihrer Tochter nur retten kann, wenn sie sie weggibt. Als Somer und ihr Ehemann ein Foto des Mädchens in einem Waisenhaus in Mumbai sehen, entscheiden sie sich für eine Adoption. Somer ahnt, dass dieser Weg nicht leicht wird. Aber sie hofft, dass Liebe alle Probleme lösen kann.“
(Quelle Text)

Auf „Secret Daughter“, oder „Geheime Tochter“, bin ich durch die Lesechallenge von Lovelybooks gekommen. Leider hab ich keines der 50 Leseexemplare bekommen (man kann halt nicht immer Glück haben). Umso mehr freut es mich, dass jetzt das englische Original zu mir gefunden hat. Bei der Lesechallenge mache ich natürlich trotzdem mit.

Die Bücher werden auf jeden Fall alle noch diesen Monat gelesen. Ihr könnt euch also auf die Rezesionen freuen.