[Rezension] Die letzte Sünde: Kommissar Rosenthal ermittelt in Tel Aviv von Katharina Höftmann

. Aufbau Verlag
. Juli 2012
. 282 Seiten
. 9,99 Euro

Assaf Rosenthal kommt nach seinem Dienst als Armeeoffizier nach Tel Aviv, um als Kommissar bei der Mordkommission zu arbeiten. Schon sein erster Fall hat es in sich: Eine junge Ausländerin wird ermordet neben einer Sprachschule aufgefunden, und der letzte, der mit ihr gesehen wurde, war ein ebenfalls junger Afrikaner. Eigentlich scheint der Fall klar, denn Afrikaner haben nicht den besten Ruf in Israel. Als Assaf herausfindet, dass die Tote eine Prostituierte war, wendet sich jedoch das Blatt. Die Spur führt in die dunklen Ecken von Tel Aviv, wo Zuhälter und Drogenbosse das Sagen haben.

Es ist schön, Assaf gleich bei seinem ersten Fall begleiten zu können, denn so lernt man vor allem seine Kollegen sehr gut kennen. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht, da die Leser von Katharina Höftmann unglaublich viel über Tel Aviv, die Stadt der Sünde, erfahren können. Da die deutsche Autorin selbst in Tel Aviv lebt, wirken die Beschreibungen der Stadt und der Menschen sehr authentisch.

Leider gibt es einige Unklarheiten, wodurch die Geschichte, die durchaus Potential hat, für mich an Spannung verloren hat. So kommt eine Person vor, die nur aus dem Erzählungen des Kommissars am Gesehen des Romans teilnimmt, die aber im ganzen Roman keine wirkliche Rolle spielt. Auch die Verhöre mit den Drogenbossen erscheinen mir nicht ganz schlüssig, denn die Gespräche zwischen ihnen und dem Kommissar wirken freundschaftlich. Bei dem Verhör von den erfolgreichsten Drogenbossen der Stadt hätte ich gedacht, dass es schon schwierig wird, sie überhaupt zu finden.

Der 282 Seiten starke Roman hätte ruhig etwas länger ausfallen können, aber so bleiben am Ende einfach zu viele Fragen offen. An Hand des Endes ist zu erwarten, dass es bald einen zweiten Roman von Kommissar Rosenthal gibt. Auch wenn ich dadurch einige Fragen beantwortet haben könnte, bin ich mir nicht sicher, ob ich einen zweiten Teil lesen würde.

Den Roman alleine hätte ich drei Sterne gegeben, doch durch die vielen Informationen zu einem von mir noch unbekannten Land sind es dann doch noch vier geworden.

 

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Sag Idealo wo du diesen Sommer liest!

Heute möchte ich euch in eine für mich sehr wichtige Sache einweihen: Meinen lieblings Leseplatz!

Viele Lesemäuse und Bücherwürmchen lesen überall, ob am Schreibtisch, in der Bahn, während des schnellen Mittagimbisses oder auch einfach auf dem Klo. Ich find das alles in Ordnung, aber ich hab da meine ganz eigenen Vorstellung, wo und wann ich lesen möchte.

Wichtig ist es mir zum Beispiel, dass ich meine Ruhe hab und auch genug Zeit, um mich auf das Buch einzulassen. Also fallen die Bahn und die Mittagspause schon einmal weg. Das stille Örtchen und der Schreibtisch sind mir auch zu unbequem: Ich brauche es weich unter meinem Popöchen!

 Das Online-Preisvergleichsportal Idealo ruft diesen Sommer die Blogger unserer Nation dazu auf, ihre  lieblings Leseorte zu verraten. „Sag Idealo wo du diesen Sommer liest“ heißt die Challenge und Ihr müsst euch beeilen, wenn ihr noch mitmachen wollt, denn der letzte Tag zum Bloggen ist der 10. August 2012. Der erste Platz wird mit einem Kindle eBook-Reader belohnt, während der zweit Platzierte einen 50 Euro- und der dritt platzierte einen 25 Euro Amazon-Gutschein gewinnt. Wer mitmachen will, findet hier genauere Informationen.

Nachdem ich jetzt erzählt habe, worum es geht, und was für mich kein perfekter Platz zum lesen ist, kommen wir nun zu dem Ort, an dem ich lese. Zur Auswahl standen drei Orte, aber nur einer kann gewinnen! Achtung, hier ist die Top 3  meiner lieblings Leseorte und der Platz, an dem ich diesen Sommer lese!

Platz Nummer 3

Der letzte Platz belegt mein altes Jugendzimmer, in dem ich seit zwei Wochen wieder wohne, genauer gesagt mein Bett. Es ist mit den vielen Kissen und dem Sack (ein Sack mit Steoporkugeln) ziemlich gemütlich, und die Nähe zum Bücherregal ist auch praktisch, da muss man nicht aufstehen, wenn man mit einem neuen Buch beginnen möchte. Dicke Minuspunkte gibt es aber für diese schicke Diddle-Bettwäsche und für die vielen Umzugskartons, die in meinem Zimmer stehen. Ich bin ja wie gesagt nur vorrübergehend wieder daheim eingezogen, und meine coolere Bettwäsche ist irgendwo in den schon genannten Kartons. Daher leider nur der dritte Platz für das gemütliche Bett.

Platz Nummer 2

Mein absoluter Lieblingsplatz in jeden Sommer ist der Garten! Unser Garten ist genau richtig für schöne Lesestunden in der Sonne, aber wie Ihr auf diesem Bild sehen könnt, regnet es. Ich musste nicht lange suchen, um ein Foto zu finden, welches das Wetter dieses Jahr besonders gut wiederspiegelt. Um genau zu sein, es regnet in Moment schon wieder, und da ich nicht so viel davon halte, im strömenden Regen draußen zu sitzen und ein Buch zu lesen, ist der Garten in diesem Sommer leider nicht der Platz, an dem ich lese. Die 3 Tage, die ich in diesem Sommer draußen gelesen habe, machen den Garten nur zur Nummer 2.

Wo ich diesen Sommer wirklich lese (aka Platz Nummer 1):

Mein absoluter liebster Platz zum Lesen ist in diesem Sommer die Couch im Wohnzimmer! Sie ist unglaublich bequem, und so sitze und liege ich hier um zu lesen, während auf dem Tisch ein Tee steht und darauf wartet, getrunken zu werden. Meistens wird der Tee aber kalt, bevor ich ihn lese, denn die Bücher diesen Sommer sind besonders gut!

Vielen Dank an Idealo für diese Challenge, dank Euch weiß ich nun, wo viele andere Blogger diesen Sommer lesen!

Lesemonat August

Mittlerweile haben wir ja schon die zweite Hälfte des Jahres 2012. In den ersten sechs Monaten bin ich leider kaum zum Lesen gekommen, jedenfalls wenn ich die ganzen Uni-Bücher nicht mitzähle. Das letzte Semester war sicherlich eines der anstrengendsten, aber da dies nun hinter mir liegt, werde ich den August zu meinem Lesemonat 2012 erklären!

Ich hoffe, ich werde so viel lesen, wie es nur irgendwie möglich ist. Ganz vielen Büchern droht schon der Tod durch Verstaubung, und das wäre doch schade!

Ich habe mir drei Bücher rausgesucht, welche ich zwar schon länger habe, aber die bisher ungelesen geblieben sind.

Um folgende Bücher geht es:

1. Hiobs Brüder von Rebecca Gablé

„Was dachte Gott sich nur dabei, das geschehen zu lassen? War es eine Prüfung? Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?“ Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche – und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet …“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungstermin: Juli 2011
912 Seiten

2. Rubinrot von Kerstin Gier

„Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Arena
Erscheinungstermin: Januar 2009
345 Seiten

3. Romantik für Anfänger von Ron Markus

„Die Liebe stirbt nicht, sie schläft nur.

In ihrer Telenovela geht es um Gefühlsstürme und lodernde Flammen der Liebe – im echten Leben hingegen steht der Drehbuchautorin Charlotte der Sinn überhaupt nicht nach Romantik: Ihr Ex-Freund Marius hat sie mit gefühlten 99% ihrer Kolleginnen betrogen. Als eine Rosenheimer Hausfrau namens Huber Sabine in Charlottes Berliner Großstadtleben auftaucht, trifft der eigene Telenovela-Kitsch Charlotte wie ein Bumerang. Denn die Huber Sabine ist ein Superfan, und ganz wie ihr Vorbild aus Charlottes Serie „Engel der Liebe“ ist sie von der Idee beseelt, einsame Herzen zusammenzuführen. Ihr erstes Opfer: Charlotte. Denn die Huber Sabine spürt genau, dass auch auf Charlotte eine große, wahre Liebe wartet: Ex-Freund Marius. Als sich dann auch noch Alex, der als One-Night-Stand gedacht war, dauerhaft in Charlottes Altbauwohnung einquartiert und ihr Chef kurzerhand seine esoterisch angehauchte Frau zu ihrer Vorgesetzten macht, muss sie erkennen: Ihr eigenes Leben ist eine Telenovela geworden – und zwar eine verdammt turbulente.“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin: April 2011
320 Seiten

Natürlich sind das nicht alle Bücher, die ich diesen Monat lesen möchte, allerdings sind mir diese drei Bücher besonders wichtig. Auf jeden fall kommt mindestens noch ein Buch dazu, was ich für eine Leserunde lesen werde und außerdem spiele ich mit dem Gedanken, sehr bald mal wieder in einen Bücherladen zu rennen.

Selbst wenn ich diesen Monat nur diese drei Bücher lesen werde, würde der Monat August zum Monat der meisten „aus Spaß“ gelesenen Seiten in diesem Jahr werden, nämlich mit 1.577 Seiten.  Ich finde, das ist nicht so schlecht.

Habt ihr Bücher, die schon sehr lange bei euch liegen, ihr aber (noch) nicht gelesen habt? Irgendwelche Tipps für mein nächsten Shopping-Trip in den Bücherladen?