[Rezension] Ausgelacht von Steffi von Wolff

. rororo
. August 2012
. 217 Seiten
. 12,99 Euro

Britt soll für drei Monate auf das Haus und den Hund ihrer Tante aufpassen, die eine Weltreise gewonnen hat. Passt gut, finden Britts reiche Eltern, denn in der Erziehung haben sie so ziemlich alles falsch gemacht und das Töchterchen muss sich die Zeit zwischen Abitur und Studium ja auch irgendwie vertreiben. Dabei würde Britt gerne in München bleiben und nichts tun. Als Britt dann in Bad Nauheim ankommt, stellt sie sehr schnell fest, dass eigentlich alles noch viel schlimmer ist, als sie es vermutet hat, denn Tante Dora hat neben einem Hund auch noch Opossums, Schlangen, Schildkröten und Emil, ein Zwergflusspferd noch weitere Tiere und auch Britts hochnäsige Art kommt bei den Bad Nauheimern gar nicht gut an…

Steffi von Wolff greift in ihrem zehnten Roman ein gängiges Thema auf, denn das verschiedene Einstellungen und Kulturen auch innerhalb Deutschlands aufeinander treffen können, wurde schon in anderen Romanen umschrieben. „Ausgelacht“ ist trotzdem ein erfrischender Lesestoff der dem Leser ziemlich viele Lachfalten verspricht. Nicht umsonst heißt der Roman so, wie er heißt, und auch das Cover ist dem Inhalt entsprechend ziemlich fröhlich gestaltet worden.

Die Ereignisse, die Britt in Bad Nauheim erlebt, überschlagen sich in der Handlung. Es gibt keine Atempausen und die Personen sind gut beschrieben – so liest sich der Roman leicht und flüssig. Einige Inhalte finde ich etwas übertrieben, aber das ist sicherlich Geschmackssache. Leser, die von diesem Roman begeistert sein wollen, sollten auf jeden Fall Gefallen an der (leichten) Übertreibung von humorvollen Handlungen haben.

Das Ende ist in meinem Empfinden leider nicht ganz nachvollziehbar. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, denn dann bräuchte sich ja keiner mehr den Roman lesen. Sagen wir mal so: So schlimm, wie alle Figuren Britt plötzlich finden, so schlimm habe ich ihren Charakter gar nicht gefunden, denn auch die Dorfbewohner haben es ja Faust dick hinter den Ohren.

Drei von fünf Sternen für eine sehr lustige, aber zum Schluss (für mich) nicht mehr ganz nachvollziehbare Handlung.

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2 Kommentare zu “[Rezension] Ausgelacht von Steffi von Wolff

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