[Rezension] Tote Finnen essen keinen Fisch von Björn Ingvaldsen

. Kiepenheuer & Witsch
. März 2011
. 325 Seiten
. 8,99 Euro

Auf der norwegischen Insel Hogna fehlt vor allem eins: Frauen. Da sind sich die Mitglieder des Junggesellenvereines sicher. Und was macht man(n), wenn es an paarungswilligen Weibchen mangelt? Richtig, man plant ein Junggesellenfestival, auf dem Robbie Williams auftreten soll. Tatsächlich sagt Robbie zu, aber wer denkt, dass dies das einzige spannende auf der kleinen Insel ist, irrt sich gewaltig. Tote Finnen werden nicht die einzigen Toten bleiben, und verdorbener Rakefisk ist nicht das einzige, was auf Hogna zum Himmel stinkt.

Ehrlich, die Idee des Romans ist großartig und urkomisch- man sollte nur den Humor des Autors teilen. Ansonsten ist es eher anstrengend, denn es passiert einfach zu viel in diesen 325 Seiten, und alle Ereignisse grenzen am Wahnsinn.

Nun darf ich nicht so schlecht über den Roman reden, denn ich, als großer Skandinavien-Fan weiß ja, dass die (meisten) Skandinavier mit ihrem Humor aus deutscher Sicht einen (kleinen) Schaden haben. Schon einmal den Film „Dänische Delikatessen“ geguckt? In dem Film spielt einer der bekanntesten (oder DER bekannteste?) dänische Schauspieler mit- Mads Mikkelsen, bekannt aus vielen dänischen Filmen oder auch als Bösewicht in dem James Bond Steifen „Casino Royale“. Um aufs Thema zurück zu kommen: der Humor von dem Film ist mit dem Humor aus dem Roman zu vergleichen. Insofern ist der Humor von „Tote Finnen essen keinen Fisch“ vielleicht nur schlecht bei mir angekommen, weil ich gute 200 km zu weit südlich geboren wurde.

Den Roman hab ich beim ersten Mal abgebrochen, und auch beim zweiten lesen hab ich relativ lange gebraucht, um die wenigen Seiten durchzulesen. Am Ende wartet aber eine Überraschung.

Wer übertrieben schwarzen Humor liebt sollte sich den Roman auf jeden Fall anschaffen, von mir gibt es aber leider nur zwei Sterne.

 

 

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Neuzugänge #2

Kennt Ihr das? Da hat man gerade ein Buch durchgelesen, sind schon wieder drei neue Bücher im Regal. Heute möchte ich Euch diese neuen Bücher einmal vorstellen:

Der Himmel über der Heide- von Sofie Cramer

„Schicksalssommer in der Heide. Seit zehn Jahren meidet Kati ihre alte Heimat. Seit zehn Jahren quälen sie schmerzhafte Erinnerungen. Jetzt hat erneut eine Tragödie ihre Familie heimgesucht. Der Vater liegt im Koma, und die Großmutter kann den kleinen Gasthof nicht allein führen, den die Weidemanns seit Generationen mitten in der Lüneburger Heide betreiben. Und die Saison hat gerade erst begonnen. Schweren Herzens beschließt Kati, ihren Hamburger Agenturjob aufzugeben und für einige Zeit auf dem «Heidehof» auszuhelfen. Überrascht stellt sie fest, wie sehr sie die Stille und Schönheit der Heidelandschaft vermisst hat: Kati blüht auf, ihre Wunden beginnen endlich zu heilen. Bis auf einmal der Mann vor ihr steht, dessen Schicksal mit ihrem für immer verbunden ist und den sie niemals wiedersehen wollte …“

Vielen Dank an Lovelybooks und dem Verlag für dieses Buch, das ich im Zusammenhang mit der Lesechallenge August als Rezensionsexemplar bekommen habe.

Saphirblau – von Kerstin Gier

„Frisch verliebt in die Vergangenheit, das ist keine gute Idee. Das zumindest findet Gwendolyn, 16 Jahre alt, frisch gebackene Zeitreisende. Schließlich haben sie und Gideon ganz andere Probleme. Zum Beispiel die Welt zu retten. Oder Menuett tanzen zu lernen. (Beides nicht wirklich einfach!) Als Gideon dann auch noch anfängt, sich völlig rätselhaft zu benehmen, wird Gwendolyn klar, dass sie schleunigst ihre Hormone in den Griff bekommen muss. Denn sonst wird das nichts mit der Liebe zwischen allen Zeiten!“
Ja genau, ich konnte einfach nicht widerstehen. Nach dem mir der erste Teil der „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie so gut gefallen hat, habe ich mir auch den zweiten Teil besorgt.  Ich bin schon gespannt, wie es mit Gwendolyn und Gideon weiter geht!

Smaragdgrün – von Kerstin Gier

Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann …“


Damit ich nach „Saphirblau“ nicht wieder aufhören muss, diese tolle Trilogie zu lesen, habe ich mir von Idealo den dritten Teil gewünscht. Vielen Dank dafür!

Ich freue mich schon auf das Lesen der Bücher. Welche Bücher sind den in der Letzten Zeit bei Euch eingetroffen?

[Rezension] Die letzte Sünde: Kommissar Rosenthal ermittelt in Tel Aviv von Katharina Höftmann

. Aufbau Verlag
. Juli 2012
. 282 Seiten
. 9,99 Euro

Assaf Rosenthal kommt nach seinem Dienst als Armeeoffizier nach Tel Aviv, um als Kommissar bei der Mordkommission zu arbeiten. Schon sein erster Fall hat es in sich: Eine junge Ausländerin wird ermordet neben einer Sprachschule aufgefunden, und der letzte, der mit ihr gesehen wurde, war ein ebenfalls junger Afrikaner. Eigentlich scheint der Fall klar, denn Afrikaner haben nicht den besten Ruf in Israel. Als Assaf herausfindet, dass die Tote eine Prostituierte war, wendet sich jedoch das Blatt. Die Spur führt in die dunklen Ecken von Tel Aviv, wo Zuhälter und Drogenbosse das Sagen haben.

Es ist schön, Assaf gleich bei seinem ersten Fall begleiten zu können, denn so lernt man vor allem seine Kollegen sehr gut kennen. Das Lesen hat mir sehr viel Spaß gemacht, da die Leser von Katharina Höftmann unglaublich viel über Tel Aviv, die Stadt der Sünde, erfahren können. Da die deutsche Autorin selbst in Tel Aviv lebt, wirken die Beschreibungen der Stadt und der Menschen sehr authentisch.

Leider gibt es einige Unklarheiten, wodurch die Geschichte, die durchaus Potential hat, für mich an Spannung verloren hat. So kommt eine Person vor, die nur aus dem Erzählungen des Kommissars am Gesehen des Romans teilnimmt, die aber im ganzen Roman keine wirkliche Rolle spielt. Auch die Verhöre mit den Drogenbossen erscheinen mir nicht ganz schlüssig, denn die Gespräche zwischen ihnen und dem Kommissar wirken freundschaftlich. Bei dem Verhör von den erfolgreichsten Drogenbossen der Stadt hätte ich gedacht, dass es schon schwierig wird, sie überhaupt zu finden.

Der 282 Seiten starke Roman hätte ruhig etwas länger ausfallen können, aber so bleiben am Ende einfach zu viele Fragen offen. An Hand des Endes ist zu erwarten, dass es bald einen zweiten Roman von Kommissar Rosenthal gibt. Auch wenn ich dadurch einige Fragen beantwortet haben könnte, bin ich mir nicht sicher, ob ich einen zweiten Teil lesen würde.

Den Roman alleine hätte ich drei Sterne gegeben, doch durch die vielen Informationen zu einem von mir noch unbekannten Land sind es dann doch noch vier geworden.

 

Neuzugänge # 1

Sobald ich drei neue Bücher habe, werde ich sie hier vorstellen, damit Ihr wisst, auf welche Rezensionen Ihr euch in nächster Zeit freuen könnt. Vielleicht werdet Ihr ja auch so fündig, und findet ein Buch, welches Ihr Euch dann auch kaufen möchtet. Heute möchte ich Euch vier Neuzugänge vorstellen.

Willkommen auf Skios – von Michael Frayn

„Ein herrlich schräges Lesevergnügen über vertauschte Männer, Manuskripte und Matronen: Auf einer Ferieninsel in Griechenland bereiten sich die Gäste einer amerikanischen Stiftung auf die Ankunft des diesjährigen Gastredners vor. Dr. Norman Wilfred, Autorität auf dem Gebiet der Szientometrie, erweist sich als erstaunlich jung und gutaussehend und ist alles andere als ein verknöcherter Gelehrter. Das findet insbesondere Nikki, die attraktive rechte Hand von Mrs. Toppler, der Mäzenin. Als Nikkis leichtsinnige Freundin Georgie auf einem anderen Teil der Insel auf einen kahlen, missmutigen und orientierungslosen Mann namens Dr. Norman Wilfred trifft, bricht der nackte Wahnsinn aus – englischer Humor pur!“
(Quelle Text)

Mein Dankeschön für dieses Exemplar geht an Lovelybooks und den Carl Hanser Verlag.

Die letzte Sünde: Kommissar Rosenthal ermittelt in Tel Aviv – von Katharina Höftmann

„Stadt im Fieber Tel Aviv – die Metropole der Sünde im Heiligen Land. Hier ermittelt Kommissar Assaf Rosenthal, ein ehemaliger Armeeoffizier, der Menschenfreund, Zionist, Frauenheld und liebenswertes Muttersöhnchen zugleich ist. Als eine junge Frau an einer Sprachenschule erdrosselt aufgefunden wird, scheint der Täter schnell gefunden: Ein junger Afrikaner wurde zuletzt mit der Toten gesehen. Doch dann findet Rosenthal heraus, dass das Mädchen eine Prostituierte war und den Namen Sulamith trug – „die schönste aller Frauen“. Plötzlich scheinen andere verdächtig: Die Spur führt zu den Zuhältern und Drogenbossen der Stadt. Spannend und unerwartet – ein Blick hinter die Fassaden des modernen Israels. Von einer jungen deutschen Krimiautorin, die in Tel Aviv lebt.“
(Quelle Text)

Dieses Buch habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks gewonnen. Die Leserunde findet zusammen mit der Autorin statt und einen Link dazu findet Ihr hier. Dankeschön dafür!

Der Junge, der Träume schenkte – von Luca Di Fulvio

„New York, 1909. Aus einem transatlantischen Frachter steigt eine junge Frau mit ihrem Sohn Natale. Sie kommen aus dem tiefsten Süden Italiens – mit dem Traum von einem besseren Leben in Amerika. Doch in der von Armut, Elend und Kriminalität gezeichneten Lower East Side gelten die gnadenlosen Gesetze der Gangs. Nur wer über ausreichend Robustheit und Durchsetzungskraft verfügt, kann sich hier behaupten. So wie der junge Natale, dem überdies ein besonderes Charisma zu eigen ist, mit dem er die Menschen zu verzaubern vermag …“
(Quelle Text)

Spätzleblues – von Elisabeth Kabatek

„Pipeline Praetorius lebt in Stuttgart, der wildesten Stadt Deutschlands. Sie zieht Katastrophen vollautomatisch an und kämpft gegen die schwäbische Spießigkeit. Mit ihrem Freund Leon aus Hamburg hat sie sich versöhnt, doch der schafft jetzt bei Bosch in China. Und auch ihr neuer, vielversprechender Job in einer Werbeagentur entpuppt sich als die absolute Katastrophe. Da hilft nur noch Tante Dorles unübertroffener Käsekuchen …“
Dieses Buch ist ein Rezensionsexemplar von academicworld.net, vielen Dank.
Also, wie Ihr sieht, habe ich für den Lesemonat August neuen Lesestoff. Die beiden Rezensionsexemplare werden natürlich noch in der nächsten Woche bzw. in diesem Monat gelesen.
Habt Ihr weitere Tipps für neue Bücher?

 

[Rezension] Romantik für Anfänger von Ron Markus

Kiepenheuer & Witsch
. April 2008
. 311 Seiten
. 14,95 Euro

In letzter Zeit lief es für  Telenovela-Autorin Charlotte nicht gut. Ihr Freund Marius hat sie abserviert, nachdem er mit gefühlt jeder ihrer Kolleginnen betrogen hat, und selbst die Quoten-Telenovela „Renata- Engel der Leidenschaft“ läuft nicht mehr und ihr Chef macht Druck. Ausgerechnet als Charlotte denkt, es geht nicht mehr schlimmer, trifft es sie scheinbar noch härter. Trostpflaster Alex, den sie nach der Sache mit Marius auf einer Kontaktbörse im Internet kennen gelernt hat, ist eine noch größere Niete, als sie gedacht hat. Nachdem er übergangsweise in ihre Wohnung gezogen ist, wird sie ihn nicht mehr los. Doch nicht nur Alex besetzt die Wohnung von Charlotte- auch Hausfrau Huber Sabine, größter Renata-Fan, zieht aufgrund einer Idee von Charlottes Chef in Charlottes Wohnung ein, um ihr dabei zu helfen, die Seifenoper vor dem Aus zu bewahren. Doch Huber Sabine sieht sich gerne als Engel der Leidenschaft, ganz wie Renata, und versucht, Charlotte und Marius wieder zusammen zu bekommen.

Der Roman ist in viele kleine Kapitel aufgeteilt, was das Lesen extrem vereinfacht. Gerade weil das Buch sehr komisch geschrieben ist, kann man so schnell „aussteigen“, falls es einem doch zu viel wird. Die Charaktere sind genial beschrieben, sodass sich der Leser gut in die Geschichte versetzt fühlt.

Aber ganz ehrlich, die ersten hundert Seiten waren für mich eine Qual. Ein Witz nach dem Anderen- daran muss sich auch eine Leserin erst einmal gewöhnen. Nach diesen besagten hundert Seiten Eingewöhnungszeit blieben mir dann noch etwas über zweihundert Seiten zum Lachen. Das war dann in Ordnung, denn das erste Drittel des Romans scheint mir genau zur Eingewöhnung zu dienen- danach geht es nämlich erst richtig los und die Ereignisse überschlagen sich, sodass jede Figur in dem Roman ihre ganz eigenen urkomischen Probleme hat.

Ron Markus schreibt wunderbar komisch, allerdings gefällt das wohl wahrlich nicht jeden.

Für dieses Buch gibt es vier von fünf Sternen!

Sag Idealo wo du diesen Sommer liest!

Heute möchte ich euch in eine für mich sehr wichtige Sache einweihen: Meinen lieblings Leseplatz!

Viele Lesemäuse und Bücherwürmchen lesen überall, ob am Schreibtisch, in der Bahn, während des schnellen Mittagimbisses oder auch einfach auf dem Klo. Ich find das alles in Ordnung, aber ich hab da meine ganz eigenen Vorstellung, wo und wann ich lesen möchte.

Wichtig ist es mir zum Beispiel, dass ich meine Ruhe hab und auch genug Zeit, um mich auf das Buch einzulassen. Also fallen die Bahn und die Mittagspause schon einmal weg. Das stille Örtchen und der Schreibtisch sind mir auch zu unbequem: Ich brauche es weich unter meinem Popöchen!

 Das Online-Preisvergleichsportal Idealo ruft diesen Sommer die Blogger unserer Nation dazu auf, ihre  lieblings Leseorte zu verraten. „Sag Idealo wo du diesen Sommer liest“ heißt die Challenge und Ihr müsst euch beeilen, wenn ihr noch mitmachen wollt, denn der letzte Tag zum Bloggen ist der 10. August 2012. Der erste Platz wird mit einem Kindle eBook-Reader belohnt, während der zweit Platzierte einen 50 Euro- und der dritt platzierte einen 25 Euro Amazon-Gutschein gewinnt. Wer mitmachen will, findet hier genauere Informationen.

Nachdem ich jetzt erzählt habe, worum es geht, und was für mich kein perfekter Platz zum lesen ist, kommen wir nun zu dem Ort, an dem ich lese. Zur Auswahl standen drei Orte, aber nur einer kann gewinnen! Achtung, hier ist die Top 3  meiner lieblings Leseorte und der Platz, an dem ich diesen Sommer lese!

Platz Nummer 3

Der letzte Platz belegt mein altes Jugendzimmer, in dem ich seit zwei Wochen wieder wohne, genauer gesagt mein Bett. Es ist mit den vielen Kissen und dem Sack (ein Sack mit Steoporkugeln) ziemlich gemütlich, und die Nähe zum Bücherregal ist auch praktisch, da muss man nicht aufstehen, wenn man mit einem neuen Buch beginnen möchte. Dicke Minuspunkte gibt es aber für diese schicke Diddle-Bettwäsche und für die vielen Umzugskartons, die in meinem Zimmer stehen. Ich bin ja wie gesagt nur vorrübergehend wieder daheim eingezogen, und meine coolere Bettwäsche ist irgendwo in den schon genannten Kartons. Daher leider nur der dritte Platz für das gemütliche Bett.

Platz Nummer 2

Mein absoluter Lieblingsplatz in jeden Sommer ist der Garten! Unser Garten ist genau richtig für schöne Lesestunden in der Sonne, aber wie Ihr auf diesem Bild sehen könnt, regnet es. Ich musste nicht lange suchen, um ein Foto zu finden, welches das Wetter dieses Jahr besonders gut wiederspiegelt. Um genau zu sein, es regnet in Moment schon wieder, und da ich nicht so viel davon halte, im strömenden Regen draußen zu sitzen und ein Buch zu lesen, ist der Garten in diesem Sommer leider nicht der Platz, an dem ich lese. Die 3 Tage, die ich in diesem Sommer draußen gelesen habe, machen den Garten nur zur Nummer 2.

Wo ich diesen Sommer wirklich lese (aka Platz Nummer 1):

Mein absoluter liebster Platz zum Lesen ist in diesem Sommer die Couch im Wohnzimmer! Sie ist unglaublich bequem, und so sitze und liege ich hier um zu lesen, während auf dem Tisch ein Tee steht und darauf wartet, getrunken zu werden. Meistens wird der Tee aber kalt, bevor ich ihn lese, denn die Bücher diesen Sommer sind besonders gut!

Vielen Dank an Idealo für diese Challenge, dank Euch weiß ich nun, wo viele andere Blogger diesen Sommer lesen!

[Rezension] Rubinrot – Liebe geht durch alle Zeiten von Kerstin Gier

. Arena
. Januar 2009
. 337 Seiten
. 15,99 Euro

Gwendolyns Familie ist irgendwie anders. Während Gwendolyn Geister sehen kann, hat ihre Cousine Charlotte das Zeitreiser-Gen geerbt. Ihr ganzes Leben wurde Charlotte darauf vorbereitet, sich in der Vergangenheit zu Recht finden zu können. Doch als nicht Charlotte, sondern Gwendolyn plötzlich Zeitsprünge macht, bricht Panik aus. Auf Gwendolyn warten nämlich Aufgaben, auf die nur Charlotte vorbereitet war. Zum Glück muss Gwendolyn die geheimnisvollen Aufgaben nicht alleine bewältigen, denn der arrogante Gideon ist ebenfalls Träger des Zeitreise-Gen. Obwohl, so arrogant ist der plötzlich gar nicht mehr, und gut sieht er auch noch aus.

Rubinrot ist der erste Teil der „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie. Es ist ein Jugendbuch, das ich gerne vor Jahren gelesen hätte- mit ich hätte es mit 12-16 Jahren auf jeden Fall verschlungen. Es geht um die Freundschaft von Gwendolyn und ihrer besten Freundin, es geht um die Feindschaft zu Klassenkameradinnen, es geht um den Zusammenhalt sowohl wie um den Hass in der Familie und es geht um die erste große Liebe. Der Jugendroman, der aus der Perspektive von Gwendolyn geschrieben ist, beinhaltet also alles, was junge Leser sich wünschen.

Rubinrot lässt sich mit zwei Wörtern beschreiben: Geheimnisvoll und zauberhaft! Es beinhaltet eine ganz eigene Atmosphäre, die einen wie einen Sog ins Buch eintauchen lässt. Die Geschichte ist dabei locker und witzig erzählt, ohne ihren Zauber zu verlieren. Ein kleiner Vergleich mit Harry Potter finde ich angebracht, denn Mädchen, die Harry Potter gut fanden, werden sicherlich auch die „Liebe geht durch alle Zeiten“-Trilogie verschlingen, wenn man davon ausgeht, dass die zwei anderen Bände genauso gut geschrieben sind, wie der erste.

Der erste Roman bewirkt außerdem, was der erste Roman einer Trilogie bewirken soll: Es macht Lust auf mehr. Die ersten Abenteuer von Gwendolyn und Gideon waren sicher nicht die Letzten.

Fünf von fünf Sternen!

Lesemonat August

Mittlerweile haben wir ja schon die zweite Hälfte des Jahres 2012. In den ersten sechs Monaten bin ich leider kaum zum Lesen gekommen, jedenfalls wenn ich die ganzen Uni-Bücher nicht mitzähle. Das letzte Semester war sicherlich eines der anstrengendsten, aber da dies nun hinter mir liegt, werde ich den August zu meinem Lesemonat 2012 erklären!

Ich hoffe, ich werde so viel lesen, wie es nur irgendwie möglich ist. Ganz vielen Büchern droht schon der Tod durch Verstaubung, und das wäre doch schade!

Ich habe mir drei Bücher rausgesucht, welche ich zwar schon länger habe, aber die bisher ungelesen geblieben sind.

Um folgende Bücher geht es:

1. Hiobs Brüder von Rebecca Gablé

„Was dachte Gott sich nur dabei, das geschehen zu lassen? War es eine Prüfung? Hatte Gott sich überlegt: Ich schlage dich mit einem Gebrechen, das dich zum Außenseiter macht, und dann schaue ich tatenlos zu, wie die Menschen Schindluder mit dir treiben, um zu sehen, wie fest dein Glaube ist? Waren sie alle, die von der Insel entkommen waren, Hiobs Brüder?“ Er weiß nicht, wer er ist, und so nennen sie ihn Losian. Mit einer Handvoll anderer Jungen und Männer lebt er eingesperrt in einer verfallenen Inselfestung vor der Küste Yorkshires. Als eine Laune der Natur ihnen den Weg in die Freiheit öffnet, wagen sie die Flucht zurück aufs Festland. Ein Abenteuer beginnt und eine Suche – und Losian muss fürchten, dass er den grauenvollen Krieg verschuldet hat, unter dem ganz England leidet …“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Bastei Lübbe
Erscheinungstermin: Juli 2011
912 Seiten

2. Rubinrot von Kerstin Gier

„Manchmal ist es ein echtes Kreuz, in einer Familie zu leben, die jede Menge Geheimnisse hat. Der Überzeugung ist zumindest die 16jährige Gwendolyn. Bis sie sich eines Tages aus heiterem Himmel im London um die letzte Jahrhundertwende wiederfindet. Und ihr klar wird, dass ausgerechnet sie das allergrößte Geheimnis ihrer Familie ist. Was ihr dagegen nicht klar ist: Das man sich zwischen den Zeiten möglichst nicht verlieben sollte. Denn das macht die Sache erst recht kompliziert!“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Arena
Erscheinungstermin: Januar 2009
345 Seiten

3. Romantik für Anfänger von Ron Markus

„Die Liebe stirbt nicht, sie schläft nur.

In ihrer Telenovela geht es um Gefühlsstürme und lodernde Flammen der Liebe – im echten Leben hingegen steht der Drehbuchautorin Charlotte der Sinn überhaupt nicht nach Romantik: Ihr Ex-Freund Marius hat sie mit gefühlten 99% ihrer Kolleginnen betrogen. Als eine Rosenheimer Hausfrau namens Huber Sabine in Charlottes Berliner Großstadtleben auftaucht, trifft der eigene Telenovela-Kitsch Charlotte wie ein Bumerang. Denn die Huber Sabine ist ein Superfan, und ganz wie ihr Vorbild aus Charlottes Serie „Engel der Liebe“ ist sie von der Idee beseelt, einsame Herzen zusammenzuführen. Ihr erstes Opfer: Charlotte. Denn die Huber Sabine spürt genau, dass auch auf Charlotte eine große, wahre Liebe wartet: Ex-Freund Marius. Als sich dann auch noch Alex, der als One-Night-Stand gedacht war, dauerhaft in Charlottes Altbauwohnung einquartiert und ihr Chef kurzerhand seine esoterisch angehauchte Frau zu ihrer Vorgesetzten macht, muss sie erkennen: Ihr eigenes Leben ist eine Telenovela geworden – und zwar eine verdammt turbulente.“ (Quelle Text und Bild)

Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungstermin: April 2011
320 Seiten

Natürlich sind das nicht alle Bücher, die ich diesen Monat lesen möchte, allerdings sind mir diese drei Bücher besonders wichtig. Auf jeden fall kommt mindestens noch ein Buch dazu, was ich für eine Leserunde lesen werde und außerdem spiele ich mit dem Gedanken, sehr bald mal wieder in einen Bücherladen zu rennen.

Selbst wenn ich diesen Monat nur diese drei Bücher lesen werde, würde der Monat August zum Monat der meisten „aus Spaß“ gelesenen Seiten in diesem Jahr werden, nämlich mit 1.577 Seiten.  Ich finde, das ist nicht so schlecht.

Habt ihr Bücher, die schon sehr lange bei euch liegen, ihr aber (noch) nicht gelesen habt? Irgendwelche Tipps für mein nächsten Shopping-Trip in den Bücherladen?